Wasserstoff soll die Wirtschaft in der Region voranbringen

Riedwerke treten der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen bei

 

Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. Mit der Umwandlung von Strom in Wasserstoff kann Energie über Wochen und Monate gespeichert werden. Diese Langzeitspeicherung wird für die Sicherung der Energieversorgung immer wichtiger, je mehr Strom mittels Windkraft und Photovoltaik erzeugt wird.
Außerdem kann Wasserstoff den CO2-Ausstoß in der Industrie, z. B. in Stahlwerken und Raffinerieanlagen, verringern und als „Treibstoff“ für lokal emissionsfreie, mit Brennstoffzellen betriebene Pkw, Lkw, Busse, Bahnen und Schiffe dienen. Harald Bott, Vorsitzender der Riedwerke Kreis Groß-Gerau, erklärt: „Allgemein halten wir die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie für zukunftsweisend und innovativ. Für unseren Verbund sehen wir hier eine exzellente Möglichkeit, die Klimawende aktiv mitzugestalten. Dabei haben die Riedwerke besonderes Interesse an Mobilitätsprojekten, die die CO2- und Schadstoffemissionen in unserer Region dauerhaft senken.“
 
Bereits seit Anfang des Jahres haben die Riedwerke gemeinsam mit Partnern und dem ZAS (Zweckverband Abfallverwertung Südhessen) eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der aus dem angedienten Hausmüll Strom und im zweiten Schritt Wasserstoff gewonnen werden soll. Dieser Wasserstoff soll u. a. im Kreis Groß-Gerau genutzt werden, um Busse im Öffentlichen Nahverkehr sowie Müllfahrzeuge klimaneutral zu betreiben. Die Riedwerke wollen nun die Mitgliedschaft in der H2BZ-Initiative Hessen nutzen, um gemeinsam mit den dort organisierten Unternehmen weitere Projekte im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie umzusetzen und neue Partner zu finden.
 
Walter Astheimer, Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Groß-Gerau und Mitglied des Verwaltungsrats der Riedwerke Kreis Groß-Gerau, ergänzt: „Um die Mobilitätswende hin zu alternativen Antrieben voranzubringen, hat Wasserstoff eine große Bedeutung. Durch den Beitritt des Zweckverbands Riedwerke Kreis Groß-Gerau zur Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen erhoffen wir uns einen regen Wissenstransfer in einem starken Netzwerk.“

Ein Unternehmen des kommunalen Zweckverbands Riedwerke ist die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG). Das Unternehmen, das sich als Vorreiter der Energiewende in der Region versteht, ist bereits seit 2012 Mitglied der H2BZ-Initiative Hessen und beherbergt seit Sommer 2020 auch die Geschäftsstelle der Initiative. Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der ÜWG und stellvertretender Vorstandsvorsitzender die H2BZ-Initiative Hessen, hat somit doppelten Grund zur Freude: „Aus Sicht der Initiative begrüße ich es sehr, dass mit den Riedwerken Kreis Groß-Gerau ein bedeutender kommunaler Zweckverband mit vielen für unsere Region wichtigen Dienstleistungsunternehmen beigetreten ist. Als Geschäftsführer der ÜWG und somit Teil des Riedwerke-Verbunds bin ich sicher, dass der Beitritt der H2BZ-Initiative Hessen dabei helfen wird, die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in der Region weiter voranzubringen und die Energiewende in Hessen und der Region erfolgreich mitzugestalten.“