Eigene Energiewende

 

GROß-GERAU. Das Interesse im Kreis Groß-Gerau zu Mikro-PV-Anlagen ist groß. Das verdeutlichte eine abendliche  Veranstaltung der ÜWG zur Solarkampagne im Kreis Groß-Gerau.Mikro-PV-Anlagen, auch steckerfertige PV-Anlagen, Guerilla-Anlagen oder auch Plug&Play-PV genannt, bieten den großen Vorteil, dass sie relativ einfach mit einer speziellen Steckdose an den Endstromkreis im Gebäude angeschlossen werden können. Die Erwartungshaltung der Bürger ist, dass mit Mikro-PV-Anlagen fast jeder möglichst einfach an der Energiewende teilhaben kann. Dabei ist dem Netzbetreiber viel daran gelegen, neben den Chancen auch auf potenzielle  Risiken hinzuweisen. Denn nicht jede Hausinstallation ist auf Anhieb einsatzbereit  und im ungünstigsten Fall kann ein technischer Defekt gar zu einem Brand führen und/ oder unmittelbar Personen gefährden. Nach einer kontrovers geführten Diskussion bei der ÜWG wurde schnell deutlich, dass Betreiber nur durch Einhaltung der technischen Vorgaben des Netzbetreibers lange und bedenkenlos Freude an diesen Anlagen haben können. 

Es macht schon einen Unterschied, ob temporär eine hohe Leistung z.B. über eine Mikrowelle abgerufen wird, oder ob dauerhaft eine kleine Leistung in den Endstromkreis einspeist. Die ÜWG empfiehlt daher die Installation durch eine Elektro-Fachkraft ausführen zu lassen, damit die aktuellen gültigen Normen (z.B. VDE 0100-410 und VDE-AR-N 4105) eingehalten werden.

In diesem Jahr hat der Netzbetreiber für Erzeugungsanlagen zusätzlich zum regulären Anmeldeverfahren ein vereinfachtes Inbetriebsetzungsverfahren für Anlagen < 600 W eingeführt. Dadurch soll es dem Anlagenbetreiber möglichst leicht gemacht werden, an der Energiewende zu partizipieren. Der erste Schritt hin zur eigenen Stromerzeugungsanlage im ÜWG-Netz ist in beiden Fällen leicht über das Online-Anfrageformular

(https://dezentraleeinspeiseruwg.stadtwerke-mainz-netze.de/UWGEEG/EEGRequest.aspx)

getan. Nach anschließender Prüfung durch ÜWG erfolgt rasch eine Rückmeldung darüber, ob das vereinfachte Inbetriebsetzungsverfahren zum Einsatz kommen kann.