Unser YouTube-Kanal Erdwärme Groß-Gerau auf Facebook
Privatkunden | Aktuelles | Aktuelle Meldungen
Deutsch
English
Freitag, 19.01.2018

Ihr Ansprechpartner

Michael Theurer

Tel: 0 61 52 / 718 - 267
Fax: 0 61 52 / 718 - 322 

Montag, 03.07.2017

Großer Schub für die Elektromobilität im Kreis Groß-Gerau

Überlandwerk Groß-Gerau GmbH errichtet elf Ladestationen für Elektroautos


Groß-Gerau. Die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH treibt in Zusammenarbeit mit den Kommunen den Ausbau der Elektromobilität im Landkreis Groß-Gerau voran. Bei einem Pressetermin in Groß-Gerau stellte ÜWG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt heute zusammen mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Walter Astheimer in Anwesen-heit von Bürgermeistern aus mehreren Gemeinden des Landkreises Details zum ge-planten Ausbau der Ladeinfrastruktur im Landkreis vor. Insgesamt wird die ÜWG in den kommenden Wochen und Monaten in neun Gemeinden elf neue Ladestationen mit je zwei Ladepunkten á 22 kW errichten.

Die ÜWG hatte sich über ihre Muttergesellschaft Mainzer Stadtwerke AG Anfang 2017 um Zuschüsse zum Ausbau der Elektromobilität aus einem neuen Förderpro-gramm des Bundesverkehrsministeriums bemüht. Private Investoren, Städte und Gemeinden können sich dabei um die Förderung für den Ladeinfrastrukturaufbau für E-Fahrzeuge bewerben. Der Bund stellt von 2017 bis 2020 bundesweit insgesamt 300 Millionen Euro für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen bereit. Insgesamt sollen deutschlandweit mindestens 15.000 Ladesäulen errichtet werden.

Anfang Juni erhielt die Mainzer Stadtwerke AG die Förderzusage über insgesamt 64 neue Lademöglichkeiten. Ein Teil der vom Bund geförderten neuen Ladepunkte wer-den durch die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH im Landkreis Groß-Gerau errichtet – hier beträgt die Fördersumme des Bundes 43 000 Euro und der Eigenanteil der ÜWG rund 64 000 Euro.

„Wir sind dankbar, dass durch die Unterstützung des Bundes das Thema Elektromobi-lität in Groß-Gerau Fahrt aufnehmen kann“, freute sich die ÜWG-Geschäftsführung über die Zusage. Mit der Investition in die Ladeinfrastruktur trete die ÜWG als kom-munales Unternehmen aber gleichzeitig bewusst in Vorleistung. Jürgen Schmidt: „Die ÜWG engagiert sich seit vielen Jahren zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises sehr stark beim Thema Energiewende. Diese wird aber nur erfolgreich sein, wenn wir sie auch als Verkehrswende begreifen. Da bietet die Elektromobilität ein enormes Entwicklungspotential und deshalb engagieren wir uns jetzt so stark.“
 
Um Elektromobilität voranzubringen und im Alltag zu verankern, ist eine verlässliche Infrastruktur unverzichtbar, verdeutlicht der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer. „Deshalb ist der heutige Tag ein sehr guter für den Kreis Groß-Gerau. Ich freue mich sehr, dass die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH nach der Förderzusage des Bundes dieses Thema angeht. Erst die flächendeckende Versorgung mit Ladesäulen wird Menschen in großem Stil zum Umstieg auf E-Autos motivieren. Es ist schön, dass der Kreis Groß-Gerau durch das ÜWG-Engagement in Sachen Elektromobilität im Ballungsraum Rhein-Main mit vorne mitspielt. Denn eines ist auch klar: Mobilität, wie wir sie heute überwiegend praktizieren, ist nicht zukunftsfähig.“


Was ist genau im Landkreis Groß-Gerau geplant?
Im ersten Schritt sollen insgesamt 11 neue Ladesäulen mit über 20 Ladepunkten in den Gemeinden Biebesheim, Bischofsheim, Büttelborn, Ginsheim-Gustavsburg, Groß-Gerau, Nauheim, Riedstadt, Trebur und Stockstadt errichtet werden. Die Genauen Standorte stehen noch nicht fest, sie werden mit den jeweiligen Gemeinden abgestimmt. An den Ladesäulen sind so genannte Typ 2-Stecker installiert. Mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt dauert das Laden eines Elektroautos an diesen La-depunkten ungefähr 2-4 Stunden, je nach Ladeleistung und Ladefähigkeit des Autos.

Für die Gemeinden wird die Aufstellung der Ladesäulen kostenlos sein. Und auch auf die Nutzer von Elektroautos kommen zunächst keine Kosten zu. Die Ladestationen werden bis Ende 2017 frei zugänglich sein. Es ist keine Voranmeldung notwendig: Ankommen, parken, Stecker einstecken, Auto verriegeln, losladen. Voraussichtlich ab Januar 2018 wird das Laden allerdings nur noch gegen Bezahlung angeboten. Ent-weder per Ladestrom Vertrag mit der Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH (MSVS) oder ad hoc durch freischalten per Ladeapp. Kunden die bei anderen Anbie-tern im Hubject Ladeverbund einen Vertrag haben können dann ebenfalls an den La-depunkten laden.

Hintergrund

Das laufende Projekt „Ladesäulen“  wird im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfra-struktur für Elektrofahrzeuge (LIS) durch das Bundesministerium für Verkehr und digi-tale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert.