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Dienstag, 26.09.2017

Neue Elektroladesäule für Biebesheim in Betrieb

ÜWG und Bürgermeister Thomas Schell stellen Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge vor

BIEBESHEIM. Die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) treibt in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden den Ausbau der Elektromobilität im Kreis Groß-Gerau voran. Bei einem Pressetermin in Biebesheim stellte der ÜWG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt zusammen mit dem Bürgermeister von Biebesheim, Thomas Schell, die erste öffentliche Ladesäule für Elektrofahrzeuge in der Gemeinde vor. Die Anlage wurde am Rathausplatz errichtet.

In der vergangenen Woche waren die ersten beiden neuen ÜWG-Ladesäulen im Landkreis Groß-Gerau in Büttelborn und Wolfskehlen an den Start gegangen. Insgesamt wird die ÜWG in den kommenden Wochen und Monaten in neun Städten und Gemeinden elf neue Ladestationen mit je zwei Ladepunkten á 22 kW errichten. Die ÜWG hatte sich über ihre Muttergesellschaft Mainzer Stadtwerke AG Anfang 2017 um Zuschüsse zum Ausbau der Elektromobilität aus einem neuen Förderpro-gramm des Bundesverkehrsministeriums bemüht. Private Investoren, Städte und Gemeinden können sich dabei um die Förderung für den Ladeinfrastrukturaufbau für E-Fahrzeuge bewerben. Der Bund stellt von 2017 bis 2020 bundesweit insgesamt 300 Millionen Euro für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen bereit. Insgesamt sollen deutschlandweit mindestens 15.000 Ladesäulen errichtet werden.

Anfang Juni erhielt die Mainzer Stadtwerke AG die Förderzusage über insgesamt 64 neue Lademöglichkeiten. Ein Teil der vom Bund geförderten neuen Ladepunkte wer-den durch die ÜWG im Kreis Groß-Gerau errichtet – hier beträgt die Fördersumme des Bundes 43 000 Euro und der Eigenanteil der ÜWG rund 64 000 Euro. „Mit der Investition in die Ladesäulen tritt die ÜWG als kommunales Unternehmen bewusst in Vorleistung“, verdeutlichte ÜWG-Geschäftsführer Jürgen Schmidt. „Wir engagieren uns seit vielen Jahren zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Land-kreises stark beim Thema Energiewende. Diese wird aber nur erfolgreich sein, wenn wir sie auch als Verkehrswende begreifen. Deshalb engagieren wir uns jetzt so stark für die dafür notwendige Ladeinfrastruktur.“

Neben den Ladesäulen in Biebesheim, Büttelborn und Wolfskehlen sollen weitere Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten in den Ortschaften Bischofsheim, Ginsheim, Gustavsburg, Groß-Gerau, Nauheim, Erfelden, Trebur und Stockstadt errichtet wer-den. An den Ladesäulen sind so genannte Typ 2-Stecker installiert. Mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt dauert das Laden eines Elektroautos an diesen Ladepunkten ungefähr 2-4 Stunden, je nach Ladeleistung und Ladefähigkeit des Autos. Für die Städte und Gemeinden ist die Aufstellung der Ladesäulen kostenlos. Und auch auf die Nutzer von Elektroautos kommen zunächst keine Kosten zu. Die Ladestationen werden bis Ende 2017 frei zugänglich sein.

Es ist keine Voranmeldung notwendig: Ankommen, parken, Stecker einstecken, Auto verriegeln, losladen. 2018 wird das Laden voraussichtlich kostenpflichtig. Entweder per Ladestrom- Vertrag oder ad hoc durch Freischalten per Ladeapp. Kunden, die bei anderen Anbietern im Hubject Ladeverbund einen Vertrag haben, können dann ebenfalls an den Ladepunkten laden.